Frühling im KON

29.März 2019

Adolf Böttger (1815-1870)

Frühlingsgedicht

Du Geist der Wolke, trüb und schwer
Fliegst drohend über Land und Meer

Dein grauer Schleier deckt im Nu
Des Himmels klares Auge zu,

Dein Nebel wallt herauf von fern
Und Nacht verhüllt der Liebe Stern:

Du Geist der Wolke, trüb und feucht,
Was hast Du all mein Glück verscheucht,

Was rufst Du Thränen ins Gesicht
Und Schatten in der Seele Licht?

O wende, wende Deinen Lauf-
Im Thale blüht der Frühling auf!